Löschung auf Anfrage
Bittet ein Leser um Entfernung seines Namens aus einem Archivartikel, entsteht eine neue Version mit Eintrag im Protokoll.
Anwendungsbeispiel · Ratgeber-Magazin
Wie ein Ratgeber-Magazin den Schwerpunkt „Zuverdienst im Ruhestand“ an einem einzigen Arbeitstag plant, schreibt und veröffentlicht. Der Ablauf reicht von der Themenrunde am Morgen bis ins CMS am Nachmittag und dokumentiert alle Freigaben und Kosten.
Zum Szenario: Das Magazin „Geld & Alltag“ ist erfunden. Der Ablauf zeigt, was das System heute kann. Die Rentenzahlen und der Kostenwert für einen Ratgeber stammen aus dokumentierten Läufen. Was noch in Arbeit ist, steht gesammelt im Ausblick.
Gemessen wurde ein Ratgeber mit vollständiger Recherche. Die übrigen Werte sind geschätzt und werden im Pilot gemessen.
Ablauf
Jede Station zeigt, was die Redaktion tut und welche Agenten arbeiten. Die Rauten markieren Freigaben durch Menschen; ohne sie wird kein Schritt fortgesetzt.
Die Chefredaktion bespricht den Schwerpunkt mit dem Redaktions-Assistenten. Er kennt die bisherigen Veröffentlichungen des Magazins zum Thema und findet die Lücken.
Die Chefredaktion übernimmt die vier Themen und gibt zu jedem Kernbotschaft und gesetzte Fakten mit. Der veraltete Artikel von 2022 wird für eine Aktualisierung vorgemerkt.
Der Researcher legt für die beiden Ratgeber je ein Dossier an, jede Angabe mit Quelle und Stand. Aus dem Wissens-Ordner zieht er die eigene Leserumfrage des Magazins als Quelle. Die als vertraulich markierten Mediadaten bleiben außen vor. Daraus entstehen zwei Briefings mit Aufbau, Zielgruppe und Schutzregeln. Dazu gehört etwa, Erwerbsminderungsrente und Altersrente nicht zu vermischen, keine Zitate zu erfinden und geplante Gesetze nicht als beschlossen darzustellen.
Um 10 Uhr gibt die Chefredaktion das erste Briefing frei. Das zweite kommt mit der Anmerkung „mehr Fokus auf Witwenrente“ zurück und ist zwanzig Minuten später überarbeitet. Beim Minijob-Ratgeber greift die Chefredaktion selbst ein: Aus fünf Headline-Vorschlägen der KI wählt sie einen und kürzt ihn von Hand.
Der Redakteur schreibt die Texte. Der Faktenchecker prüft jede Aussage gegen das Dossier. In der ersten Fassung des Minijob-Ratgebers steht eine Zahl, die im Dossier nicht vorkommt. Der Faktenchecker schickt den Text an den Redakteur zurück, bevor ihn ein Mensch sieht. Version 2 besteht die Prüfung; anschließend passt Tone of Voice sie an die Stimme des Magazins an.
Minijob neben der Rente: Was du 2026 verdienen darfst
Seit 2023 gibt es für Altersrenten keine Hinzuverdienstgrenzen mehr. Für den Minijob selbst gilt eine Grenze von 603 Euro im Monat (Stand: Januar 2026).
Laut unserer Leserumfrage verdienen 38 Prozent der Befragten über 63 bereits dazu. Rund 40 Prozent davon arbeiten im Einzelhandel.
Die Rentenversicherung verschickt ihre Mitteilung zur Rentenanpassung. Die Redaktion gibt sie als Quelle ins System, parallel zu den laufenden Ratgebern. Der Researcher sucht diesmal nicht im Netz; dadurch ist der Artikel deutlich günstiger und schneller fertig. Der Faktenchecker prüft jede Zahl trotzdem, jetzt gegen die Pressemitteilung.
Die Checkliste entsteht im Kurzformat mit dem kompakten Sprachmodell und kostet nur einen Bruchteil. Auch für Nachricht und Checkliste gibt die Chefredaktion zuerst das Briefing frei.
Der Formatter setzt Zwischenüberschriften, Infokästen und Teaser im Format des CMS. Das Magazin hat den Bildredakteur zugeschaltet. Für die Ratgeber wählt er Motive aus der eigenen Bilddatenbank, für die Checkliste erzeugt er eine Illustration mit KI, die als KI-Bild gekennzeichnet ist. SEO / GEO schreibt Titel und Meta-Beschreibungen und strukturiert die Artikel so, dass sie bei Google und in Antworten von KI-Assistenten gefunden werden. Zum Schluss prüft der Chefredakteur alles gegen Briefing und Schutzregeln und fällt sein Gesamturteil.
Die Chefredaktion liest die vier Artikel und nimmt sie ab. Jede abgenommene Fassung ist eingefroren. Jede weitere Änderung erzeugt eine neue Version, mit Name und Zeitpunkt im Protokoll.
Alle vier Texte abgenommen. Jede weitere Änderung erfordert ab jetzt eine neue Version.
Das System legt die vier Artikel als Entwürfe im CMS an. Die Schlussredaktion korrigiert dort noch einen Teaser. Als die Chefredaktion danach eine letzte Änderung freigibt, erkennt das System die Änderung im CMS. Es lässt sie unverändert und meldet den Konflikt.
Um 16 Uhr gibt die Chefredaktion die Veröffentlichung frei. Der Schwerpunkt ist online.
Kosten
Jeder Modellaufruf steht im Protokoll. So sieht die Chefredaktion am Abend, was der Schwerpunkt an KI-Kosten verursacht hat, nach Artikel aufgeschlüsselt.
| Artikel | Weg | Modellkosten |
|---|---|---|
| Minijob neben der RenteRatgeber mit Modellrechnung | Alle sieben Agenten mit Web-Recherche | ca. 1,30 € |
| ErwerbsminderungsrenteRatgeber, eine Überarbeitungsrunde | Alle sieben Agenten, Neufassung ohne neue Recherche | ca. 1,45 € |
| Rentenanpassung 2027Nachricht | Pressemitteilung als Quelle, ohne Web-Recherche | ca. 0,35 € |
| Checkliste ZuverdienstKurzformat | Aus den Dossiers der Ratgeber, kompaktes Modell | ca. 0,05 € |
| Schwerpunkt gesamt | ca. 3,15 € | |
Gerundet und in Euro umgerechnet. Bisher gemessen ist ein Ratgeber mit vollständiger Web-Recherche; er kostet 1,53 US-Dollar. Die Werte für Überarbeitung, Pressemitteilung und Kurzformat sind geschätzt und werden im Pilot an deinen Themen gemessen.
Ergebnis
Recherche, Text, Prüfung, Formatierung, Bebilderung und Optimierung haben die Agenten übernommen. Die Entscheidungen an allen maßgeblichen Stellen lagen bei der Redaktion.
Ausblick
Alle beschriebenen Funktionen sind heute im Einsatz. Die folgenden Ausbaustufen sind in Arbeit; die Reihenfolge legen die Redaktionen in den Piloten mit fest.
Bittet ein Leser um Entfernung seines Namens aus einem Archivartikel, entsteht eine neue Version mit Eintrag im Protokoll.
Briefings, Recherche und Texte verlassen die EU nicht mehr.
Der Mindestlohn aus dem letzten Dossier wird wiederverwendet, bis er verfällt. Folgeartikel werden schneller und günstiger.
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